Comic Mitgefühl
Das war bislang das schönste, was bislang jemand zu mir wegen dem lädierten Arm gesagt hat.
Es war Sommer und ein Busfahrer...

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Etzerdla - 28.10.17 09:40
Da muss ich Dich enttäuschen.
Die Schmerztherapie, die ich hatte, hat bisher auch nix gebracht. Und ich hab wirklich alles mitgemacht und alles probiert.

Das perfide ist, wenn nix funktioniert, ist der Patient schuld. Der Psychologe/die Psychologin findet da schon was in seiner Vergangenheit. Da genügt schon, dass Du von Deinem Papa zu wenig geknuddelt wurdest.

Diesen Ansatz kann ich sowieso nicht nachvollziehen.
Klar spielen Umweltfaktoren und Gene eine Rolle bei Deiner Persönlichkeit. Und die ist dann die Basis dafür, wie Du mit Dingen umgehen kannst. Deine Basisausstattung sozusagen. Aber dafür kann ja keiner was. Wenn jemand jetzt in seiner Kindheit misshandelt wurde und dann irgendwann in seinem Leben chronische Schmerzen bekommt, dann wird der doppelt zum Opfer. 1x in der Kindheit und dann wird ihm auch noch unterstellt, dass er dadurch eine chronische Schmerzkrankheit entwickelt hat. Er wird also doppelt bestraft. Es wird damit zusätzliches Leid verursacht.

Ich glaube eher, dass sich diese unfaire Doppelbestrafung und das damit verbundene hilflose Gefühl sich negativ auf die Schmerzen auswirkt. Einiges an Leid wird dann also noch durch die Therapeuten obendrauf gepackt.
Wenn ich jemanden in einer Ausnahmesituation (und das sind höllische Schmerzen für mich) Scheiße behandle, dann geht's ihm auch Scheiße.
Ist ja logisch.

Würde man das lassen und mit den Patienten die eigenen Stärken (evtl. auch die Schwächen -> weil sich z.B. eine Schwäche im Umgang mit den Schmerzen zum eigenen Vorteil nutzen läßt) herausarbeiten und ihnen dabei helfen diese Stärken im Umgang mit den Schmerzen gewinnbrinnend einzusetzen, dann kann man den Leuten auch helfen. Und sie fühlen sich auch ernst genommen. Für mich wäre das der richtige Ansatz.

Dass aktueller Stress eine Auswirkung auf das Schmerzerleben hat, ist klar. Wenn einem schlechtes widerfährt , dann tut das ja auch körperlich weh... (Liebeskummer, Trauer)
Und wenn es einem nicht gut geht, sieht man die Dinge, die einem widerfahren auch eher in einem dunklen Licht. Dieser Zusammenhang ist total logisch.

Aber dieses ganze Unbewußte (alte Wundengedöns) halte ich für Humbug. Schließlich hat ja jeder schon schlimme ERfahrungen im Leben gemacht. Da wird man also bei jedem fündig. Warum soll es eine Rolle bei meinem aktuellen Schmerzerleben spielen, dass ich als dreijährige vom Dreirad gefallen bin, woran ich mich nicht mal mehr erinnern kann...? Unlogisch!

Wenn jemand mit einer Sache abgeschlossen hat und seinen Frieden damit gefunden hat, warum soll ihn das in seinem aktuellen Schmerzerleben noch beeinträchtigen? Das ist doch absoluter Käse.
Also z.B. im Beispiel vom Dreirad: der Kratzer ist lange verheilt, das Dreirad verschrottet, und ich bin damals einfach wieder aufgestanden und weitergefahren... habe also etwas positives aus einer negativen Situation mitgenommen.

Dass man aus einer negativen Situation etwas positives mitnehmen kann, habe ich den Psychologen nicht klarmachen können. Die haben das einfach nicht verstanden... Und das versteh ich wiederum nicht...
Wär auch schlimm, wenn es anders wär. Dann gäbe es keine Innovationen, keine Persönlichkeitsentwicklung. Überlegt Euch das mal...
z.B. mein Unfall. Ohne ihn hätte ich nicht zum Zeichnen angefangen. Und das macht mir viel Spass. Ich habe viele neue tolle spannende Leute kennengelernt. Jede Sache hat zwei Seiten! Es kommt drauf an, welche davon in Eurem Erleben überwiegt. Bei mir sind es inzwischen die positiven!
Ich bin offener geworden. Ehrlich und direkt bin ich geblieben.

Teilweise wird das auch in aktuellen Hirnforschungs- und Neurowissenschaftsstudien schon jetzt widerlegt.
Wenn ein Ungleichgewicht der Neurotransmitter vorliegt, hat das ja auch eine organische Ursache. Da kann der Mensch doch nix dafür, dass er nicht genug Oxytocin, Dopamin oder Serotonin .. hat, wenn das bei ihm genetisch und von den Umweltbedingungen bedingt ist.

Fürsorge der Eltern sorgen für einen normalen Oxytocinspiegel. Das stimmt.
Diese Basisausstattung ändert sich aber auch nicht mit einer Verhaltenstherapie mit einem Psychologen. Also darüber reden mag einem vielleicht guttun. Und wenn man sich bei demjenigen wohlfühlt, wird sicher auch mehr Oxytocin als normalerweise ausgeschüttet, aber an der Basisausstattung ändert sich doch deswegen erstmal nix.

Wenn Ihr einen Golf in Grundausstattung kauft, wird doch auch nicht durchs reine reden über eine Extraaustattung ein Sondermodell draus!

Aber bis sich das durchsetzt , wird noch eine lange Zeit vergehen.

Jeder hat doch Stärken und Schwächen. Keiner ist perfekt. Wär ja auch schlimm. Ich finde grade die Macken der Menschen machen die Menschen liebenswert. Dann hätte ich ja nix mehr zum Zeichnen.

Was hilft: die eigenen Stärken und Schwächen kennen und akzeptieren und das beste draus machen. Die Stärken nutzen und für ein Umfeld sorgen, in dem die Schwächen keine Rolle spielen.

Ich sage jetzt aber auch nicht, dass mit jemandem zu reden, nix bringt.
Ob das jetzt unbedingt ein Psychologe sein muss, lasse ich mal dahingestellt. Ich kann mit diesen Leuten einfach nicht. Sie verstehen mich nicht und ich verstehe sie nicht. Egal was ich sage und ausdrücken will, es kommt einfach nicht beim Gegenüber so an, wie ich es gemeint habe. Das ist ziemlich frustrierend. Den Frust erspare ich mir jetzt einfach, weil es eh keinen Sinn hat. Damit erspare ich mich weitere Enttäuschungen und Stress und kann damit den Schmerz positiv beeinflussen bzw. wenigstens negatives von ihm fernhalten. Seht Ihr liebe Psychologen? DAS habe ich gelernt. ;-)

Früher hat man sich ja auch in der Familie vom ältesten Mitglied oder vom Weisen des Stammes einen Rat geholt.
Dann nämlich, wenn man gerade ein sehr negative Sicht auf die Dinge hat.
Dann kann einem die Sicht eines anderen und die dazugehörige Erklärung dafür die Augen für eine andere Sicht öffnen.
z.B. wenn ich das Verhalten eines Menschen nicht verstehe und mich gekränkt fühle, mir dann aber ein zweiter einen guten Grund nennt , warum der andere sich so verhalten hat, dann kann es die Sichtweise total verändern. Und damit können Kränkungen in ein anderes Licht gehoben werden. Es ist als hätte man eine Brille in schwarz. Und plötzlich gibt uns jemand eine Brille mit Gelblicht drin... Ich hoffe, das war jetzt anschaulich genug...

Auch sehr perfide: pflegt ein Angehöriger jemanden, der ihm nahe steht (Eltern, Kinder..), dann hat die Pflege körperliche (Pflege ist anstrengend, z.B. umlagern...) und psychische Folgen (Stress).
Muss man sich dann noch mit Pflegekasse und Co herumstreiten (das ist meistens so), dann ist das noch zusätzlicher Stress obendrein.
Und das macht dann krank.
Das ist logisch. Das ist aktueller Stress..
(Aber doch nicht, weil ich in der Kindheit mal vom Dreirad gefallen bin ...)

Und wer sagt, dass "gesunde" Geschwister und Familienangehörige weniger anstrengend sind als "kranke"?
Wenn ich meinen Kollegen immer zuhöre, was die so erzählen, empfinde ich meine Schwester in dieser Hinsicht als "pflegeleicht". ;-)

Und wenn dann jemand, der pflegt eine Schmerzkrankheit aufgrund der obigen Umstände entwickelt, dann wird ihm die Pflege des Anghörigen als psychosoziale Schmerzursache in die Schuhe geschoben.
D.h. er ist wieder selber schuld.

Vor dem Hintergrund, dass es immer mehr Pflegebedürftige gibt, und zu wenig Pflegekräfte, Pflegestellen und unser Gesundheitssystem darauf angewiesen ist, dass Angehörige pflegen, weil es sonst zusammenbrechen würde, finde ich das besonders perfide und scheinheilig.

Andererseits betrifft das aber auch die Angestellten im Gesundheitswesen. Sie arbeiten im Gesundheitswesen und geben alles (dünne Personaldecke) und wenn sie dann aufgrund dessen eine Schmerzkrankheit entwickeln, ist sagt dasselbe System, das ja die Mitschuld trägt, es sei ihre Schuld.
Ist das fair oder scheinheilig?

Schmerzmittel vertrag ich nicht. Tja, und dann stehen sie da.. und wissen nicht weiter.
Und die Hand wird immer schlechter.
Die Ärzte sind doch selber ratlos.
Wenn ich am Anfang ausreichend Schmerzmittel bekommen hätte, hätte man das alles verhindern können. Dann hätte sich nämlich das Schmerzgedächtnis erst gar nicht ausgebildet. Deutschland ist in dieser Hinsicht leider ein Entwicklungsland.

Übrigens ist es auch so, dass überwiegend Kinder, Ältere und Behinderte Menschen nicht ausreichend Schmerzmittel nach einer Operation bekommen. Weil sie sich nicht entsprechend deutlich äußern können oder einfach nicht verstanden werden.

Aber da spart ja das Gesundheitssystem am falschen Ende. Rechnet man die Kosten, die durch Schmerzen entstehen (Renten, Behandlungen, Medikamente) dagegen, dann sieht man das das diese Rechnung nicht aufgeht.

Aber damals wurde ich nicht ernst genommen. Außerdem war mir auch nicht bewußt, dass ich ein Anrecht auf ausreichend Schmerzmedikation habe und darauf auch bestehen darf.
Ich bin davon ausgegangen, dass Ärzte schon wissen , was sie tun.
Mit Schmerzen sind viele noch überfordert.
Inzwischen habe ich gelernt auf meinen Bauch zu hören. Das kann ich auch jedem nur raten.

Der Pharmaindustrie ist es ja recht. Du brauchst dir nur die Werbung in ARD und ZDF zur besten SEndezeit anzuschauen. Ein Schmerzmittel, eine Schmerzsalbe nach der andern.

Mit dem Leid der Menschen wird also gutes Geld verdient. Das ist doch KRANK!
 
SeplundPetra - 27.10.17 22:02
Immerhin wird Mitgefühl gezeigt.
 
PauerCmx (toonsUp team) - 27.10.17 16:07
Hach, sowas
Ich hab seit einer Schnittverletzung kein Gefühl mehr im rechten Zeigefinder, spiele aber Gitarre. Man muss sich leider mit solchen Sachen abfinden, oder drum kämpfen, dass es besser wird.
Hoffe bei dir wird das nochmal etwas besser. Schmerztherapie-Ansätze gibt es ja so einige.
 
Etzerdla - 27.10.17 15:06
Sei froh, dass es gut verheilt ist.

Ich hab mir ein chronisches schmerzsyndrom und eine Krallenhand eingehandelt... oder eine Dystonie... ist noch nicht so richtig raus...
Vielleicht legt sich auch nie jemand fest. Ich hab ne Zwangsinnenstellung der Finger mit Bewegungsstörungen und kann die Hand und die Finger nicht mehr richtig bewegen. Nicht schön und tut saumäßig weh.

Das wird auch nimmer.
 
PauerCmx (toonsUp team) - 27.10.17 14:52
Ein Busfahrer? Und ein Fahrrad? Oder Fußgänger?
Hatte mir mal die Mittelhand gebrochen und das spürt man immer wieder mal, auch wenns noch so gut verheilt ist.
 
 

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